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Budo (Martial Arts)

und ein stabiles Dreieck aus: Aikiken, Aikijo und Taijutsu

(Schwert-, Stab- und Körpertechniken)

O`Sensei neben dem Aikischrein

Aikido  basiert auf das jahrhundertealte Daito-ryu- jujutsu. Es wurde von Uyeshiba, Morihei (1883-1969) über einen Zeitraum von 60 Jahren täglichen Praktizierens entwickelt. In dieser Zeit studierte er auch zahlreiche andere Kampfkünste, die (speziell die traditionellen Waffen) teilweise in sein Aikido einflossen. Er wurde Zeit seines Lebens zu zahlreichen Kämpfen herausgefordert, von denen er nachweislich keinen verlor. Seine Techniken jedoch, anders als in einigen anderen heute modernen Kampfsportarten, zielen nicht auf die Vernichtung des Angreifer hin, sondern nehmen die Angriffsenergie auf und lenken sie so um, daß diese sich gegen den Angreifer selbst richtet. Bekannt geworden ist es auch durch die Filme von und mit Steven Seagal.

Aikido ist ein funktionierendes Kampfkunstsystem, und kein Wettkampfsport. In einer realen Verteidigungssituation wird auch kein Schiedsrichter dafür sorgen, daß sich die Zahl der Angreifer nicht plötzlich und unerwartet erhöht oder irgendwelche Regeln eingehalten werden.

Aikido ist so vielfältig wie das Leben. Es entwickelt vor allem das Zusammenarbeiten von Körper und Geist (Wollen und Tun) und führt zur körperlichen und geistigen Stabilität im Alltag.

Die Prinzipien des Aikido helfen vor allem im täglichen Umgang mit anderen Menschen in allen Situationen. Wer sie kennt, kann sie sowohl bei körperlichen als auch bei geistigen Auseinandersetzungen gleichermaßen anwenden.

Takemusu1 Aikido ist die spontane Ausführung unbegrenzter Techniken in einer völlig den Umständen angepaßten Art und Weise. So nannte O`Sensei sein Aikido nach dem 2. Weltkrieg, als er es in der ländlichen Abgeschiedenheit von Iwama immer weiter perfektionierte. Hier begann er nun verstärkt Waffenübungen in sein tägliches Training einzubauen. Das (aus heutiger Sicht) Problem2 dabei war, daß er nur in Iwama Waffentechniken unterrichtete und nur wenigen Schülern gestattete daran teilzunehmen. Einer von ihnen war Saito, Morihiro.

Saito Sensei (9. Dan Aikido) kam im Alter von 18 Jahren zu O`Sensei und wurde bald einer seiner besten und ergebensten Schüler. Er blieb es 23 Jahre lang (länger als jeder andere). Zeit seines Lebens war er bei keinem anderen Lehrer in der Schule. Alles was er wußte, konnte und unterrichtete hatte er von O`Sensei gelernt. Er war der einzige von zahlreichen Schülern vor und nach dem 2.Weltkrieg, dem erlaubt war in dessen Anwesenheit und im Iwamadojo zu unterrichten. Kurz vor dessen Tod bekam er von ihm die Leitung des Dojo und die Pflege des Aikischrein übertragen; er wurde dessen Hüter. Da O`Sensei bis zu seinem Tod Aikido immer weiterentwickelt hatte formte er nun sein ganzes Wissen und Können in ein Kampfkunstsystem zusammen, welches er an zahlreiche Schüler aus aller Welt weitergab. Es besteht aus Aikiken, Aikijo und Taijutsu, wobei das Waffentraining ca. 60% ausmacht. Er hielt Zeit seines Lebens, entgegen zahlreicher Widerstände, an der Verpflichtung O`Sensei`s Aikido zu bewahren und zu verbreiten fest und verzichtete darauf einen eigenen Aikidostil zu entwickeln. Er sprach jedoch immer voller Hochachtung über einige andere Schüler von O`Sensei, die seine Verpflichtung nicht hatten, eigene Wege gingen und gute Aikidolehrer wurden. Er aktzeptierte sie, wenn ihre Techniken funktionierten und ermunterte uns auch bei ihnen zu trainieren. In der Nacht vom 12. auf den 13. Mai 2002 erlag er im Alter von 74 Jahren in Iwama seinem Krebsleiden.

Hitohiro Sensei (6. Dan Aikido) wurde im Alter von 7 Jahren von O`Sensei als Schüler aktzeptiert. Als dieser 5 Jahre später starb, praktizierte er Aikido unter der Anleitung seines Vaters weiter. Jetzt lebt und arbeitet er als Aikidolehrer in Iwama.

...mit seinem Sohn Hitohiro Sensei

Saito Sensei bei einer Wurftechnik

...vor einem Angriff von 6 Bewaffneten

Ich war einer seiner letzten uchideshi3 und durfte mit diesem Samurai der alten Schule über ein Jahr4 im Iwamadojo traditionell leben und von ihm lernen. Dort legte ich auch meine Prüfungen zum 2. und 3. Dan ab.

1: Take (altjap. für Krieger)     Musu (hier: Kreation)

2: siehe Waffentraining

3: im Dojo mit dem Meister lebender Schüler, beinhaltet vor allem viele persönliche Gespräche und Erfahrungen

4: siehe Kontakt

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