Ein kurzer Abriss zum interessanten Thema Kristalle


 

 Mineral-Chemie 

        Intranet-Publikation:
    Thema angewandte Kristalle
    aus der Anorganik

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 Dipl.-Chem. Dr. Rauw 

TN00605A.gif (2512 Byte)Farbe

 

 

Chrom-Ionen als Farbzentren befinden sich in natürlichen und synthetischen Schmucksteinen, 
z.B. Spinellen, welche bei kleinem Chromgehalt rosafarben sind [Schmitz-DuMont, O. 1959], deren Endglied MgCr2O4 jedoch grün ist [Verwey, E.J.W. 1947]. Eine steuerbare Farbigkeit, abhängig von der Größe der Gitterlücke, die dem Chrom(III) zur Verfügung steht, findet sich bei Chromaluminiumoxid-Mischkristallen.
[Schmitz-Du Mont, O. 1959]
 Von Saphiren Al2O3mit Spuren Ti(III) (blau) und 
Rubinen Al2O3mit Spuren Cr(III) (rot) züchtet man gute Einkristalle [Verneuil, A.V. 1902 u. 1904], die den geologischen Fundstücken in der Qualität um nichts nachstehen. Neben der Verwendung als Schmuckstein [Liebertz, J. 1973] gibt es mittlerweile eine breite Palette technischer Anwendungen, z.B. als Laserkristalle für rotes Licht (Rubinlaser mit der Lichtwellenlänge  694,3 Nanometer).
 Durch hydrostatischen Druck auf den Rubin, der 1960 der erste Laserkristall war, kann die Frequenz des abgestrahlten Rotlichts leicht geändert werden. Dies wird in der Hochdruckmeßtechnik angewant, da die Anregung und Abstrahlung des Lichts mit anschließender spektraler Zerlegung nur einen winzigen Kristallsplitter in einer Druckzelle sowie ein Sichtfenster erfordert. Allerdings ist die Druckabhängigkeit der Rubinlumineszenz sehr gering und auch hier sucht man nach alternativen Verbindungen. Ein Titan(III)-Saphirkristall emittiert breitbandig Laserlicht und kann von 10000-15000 cm-1 abgestimmt werden. Im Spektralbereich um das Maximum der Emission (Lichtwellenlänge 800 Nanometer) ist er leistungsstärker und einfacher handhabbar als ein Farbstofflaser. Chrom(III)-dotiertes Berylliumaluminiumoxid (Alexandrit) hat sich als Laserkristall für den gleichen Spektralbereich (12000 cm-1 bis 14000 cm-1) bereits kommerziell durchgesetzt, da hier schon das Pumpen mit einer einfachen Lampe gelingt.
 Während Übergangsmetalloxide als einfach zu handhabende und beständige Kristalle keine lasertaugliche Strahlung im ultraviolett-Bereich erzeugen können, sind sie bestens für den Infrarotbereich geeignet. [Alfano, R.R. 1992, 1993][Hazenkamp, M.F. 1995 und 1996]
 Für sowohl die Farbe wie die Lumineszenz ist von Interesse, auf welchem Gitterplatz das farbgebende Ion liegt. Um darüber Information zu erhalten, müssen die Methoden der optischen und Infrarot-Spektroskopie, die EPR-Spektroskopie und weitere Untersuchungen herangezogen und kombiniert werden.

Chemie,  die stimmt