Bericht für die
Hauptvisitation
der Evangelischen Kirchengemeinde
Gönningen
Ev. Pfarramt Gönningen
Dekanat Reutlingen / Prälatur Reutlingen
Die eingerückten und namentlich gekennzeichneten Berichte stammen von den haupt- und ehrenamtlichen leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die anderen Teile von Pfr. Alexander Behrend; herzlichen Dank unserer Pfarramtssekretärin Margarete Bader für ihre Vorarbeiten.
Abgeschlossen am 24. April 2001.
Die aus Datenschutz-Gründen nicht für das Internet geeigneten Stellen sind ausgelassen, finden sich des Überblicks halber aber im Inhaltsverzeichnis.
Inhalt
1. Bürgerliche Gemeinde
*1.1 Überblick in Zahlen
*1.1.1 Einwohnerzahl: 3632 (30.06.2000)
*1.1.2 Konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung
*1.1.3 Ausländer
*1.1.4 Politische Verhältnisse
*1.2 Zusammensetzung des Bezirksgemeinderats
*1.3 Schulen am Ort
*1.4 Öffentliche Institutionen am Ort
*1.5 Profil der bürgerlichen Gemeinde
*1.5.1 allgemein
*1.5.2 Kultur
*1.5.3 Sekten und Sondergemeinschaften
*2 Kirchengemeinde
*2.1 Überblick in Zahlen
*2.1.1 Rechtsform und Abgrenzung der Kirchengemeinde
*2.1.2 Zahl, Alter und Familienstand der Gemeindeglieder
*2.1.2.1 Zahl, Aufnahmen, Austritte
*2.1.2.2 Altersaufbau
*2.1.2.3 Familienstand
*2.1.3 Kirchliche Wahlen
*2.2 Profil der Kirchengemeinde
*2.2.1 Eindrücke des 2. Vorsitzenden im Rückblick auf 30 Jahre Kirchengemeinderats-Tätigkeit
*2.2.2 zum "Profil"
*3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirchengemeinde
*3.1 Der Kirchengemeinderat
*3.1.1 Struktur nach Altersgruppen
*3.1.2 Laienvorsitz
*3.1.3 Kirchenpflegerin:
*3.1.4 Arbeitsweise des KGR
*3.2 der Pfarrer
*3.2.1 Zur Person:
*3.2.2 Ausbildung zum Pfarrer
*3.2.3 Pfarrdienst in der Gemeinde
*3.2.4 Pfarramtliche Verwaltung
*3.2.5 Ergänzende Bemerkungen
*3.3 Haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
*3.4 Ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
*4 Gottesdienste und gottesdienstliche Handlungen
*4.1 Gottesdienste
*4.1.1 Überblick in Zahlen
*4.1.1.1 Hauptgottesdienste - Besucherzahlen an den Zählsonntagen
*4.1.1.2 Abendmahlsfeiern - Anzahl der Feiern
*4.1.1.3 Kindergottesdienste - Besucherzahlen an den Zählsonntagen
*4.1.2 Beschreibung des gottesdienstlichen Lebens
*4.1.2.1 der zuständige Kirchengemeinderat berichtet
*4.1.2.2 Bemerkungen eines Vikars: Der Gottesdienst als Mittelpunkt der Gemeinde
*4.1.2.3 Hauptgottesdienste
*4.1.2.3.1 die "Gönninger Liturgie" des Sonntagsgottesdienstes
*4.1.2.3.2 Besondere Schwerpunkte und Ausprägungen des Hauptgottesdienstes
*4.1.2.3.3 Cassettendienst
*4.1.2.4 Weitere Gottesdienste
*4.1.2.4.1 Gestaltung der Karwoche und des Osterfestes
*4.1.2.4.2 "Gottesdienst im Grünen"
*4.1.2.5 Gottesdienst in anderer Gestalt
*4.1.2.5.1 Taizé-Abendgebete
*4.1.2.6 Abendmahlsfeiern
*4.1.2.7 Kindergottesdienst
*4.2 Kasualien
*4.2.1 Taufen
*4.2.2 Trauungen
*4.2.2.1 Goldene Hochzeiten
*4.2.3 Bestattungen
*4.3 Kirchenmusik
*4.3.1 Musik im Gottesdienst
*4.3.1.1 Organistendienst
*4.3.1.2 Posaunenchor Gönningen
*4.3.1.3 Kirchenchor Gönningen
*4.3.2 Selbständige kirchenmusikalische Veranstaltungen
*4.3.3 Die Engelfried-Rensch-Orgel
*4.3.4 Arbeit der Kirchenmusikerin
*4.3.5 Gospelchor Gönningen e. V.
*4.3.6 Gitarrenkreis
*5 Weitere Veranstaltungen und Einrichtungen für die ganze Gemeinde
*5.1 Evangelisation
*5.2 Feste, Freizeiten
*5.2.1 Gemeindefest
*5.2.2 Seniorenfreizeit
*5.3 Öffentlichkeitsarbeit
*5.3.1 Gemeindebrief
*5.3.2 Internet-Seite
*5.3.3 Schaukästen
*5.3.4 Pressearbeit
*5.3.5 Mitteilungsblatt
*5.3.6 Evangelisches Gemeindeblatt, epd
*5.3.7 Handzettel und Plakate
*6 Dienste an der Jugend
*6.1 Konfirmandenunterricht, Konfirmation, Christenlehre
*6.1.1 Zahl der Konfirmanden
*6.1.2 Konfirmandenunterricht
*6.1.3 Konfirmation
*6.2 Jugendarbeit
*6.2.1 Allgemeines und Gruppenarbeit (Diakon Andreas Kopp)
*6.2.1.1 Situationsanalyse
*6.2.1.2 Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen
*6.2.1.3 Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde
*6.2.1.4 Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen Einrichtungen
*6.2.1.5 Zusammenarbeit mit Kommune und Landkreis
*6.2.1.6 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
*6.2.1.7 Wünsche und Perspektiven
*6.2.2 Kinderchorprojekte
*6.2.3 Kinderumweltprojekt "Grünes Tal"
*6.2.4 Kinderbibelwoche
*6.3 Religionsunterricht
*6.3.1 Überblick
*6.3.2 Weitere Bemerkungen
*7 Seelsorge und Diakonie
*7.1 Einzelseelsorge und Besuche
*7.2 Kindertagesstätten: Der evangelische Kindergarten Rosmarinstrasse
*7.2.1 Allgemeines
*7.2.2 Zusammenarbeit mit dem Träger
*7.2.3 Christlich-religiöse Erziehung
*7.2.4 Vorschularbeit
*7.2.5 Elternarbeit
*7.2.6 Finanzielle Lage
*7.2.7 Ziele
*7.2.8 Wünsche Träume Entwicklungen, die wir im Auge behalten wollen
*7.3 Krankenpflege und Nachbarschaftshilfe
*7.4 Besondere diakonische Aufgaben/Aktivitäten
*7.4.1 Basar
*7.4.2 Miniclubs und Miniclub-Basare
*7.4.3 Einzelpersonen
*7.4.4 Partnerarbeit mit Ostdeutschland
*8 Erwachsenenarbeit
*8.1 Haus- und Gesprächskreise
*8.1.1 Altpietistische Gemeinschaft
*8.1.2 Gesprächskreis
*8.1.3 Hauskreis Delesky
*8.1.4 Hauskreis Blumöhr
*8.2 "Konziliarer Prozeß"
*8.3 Kreativ-Angebote
*8.3.1 Patchwork-Runde
*8.3.2 Töpferkreise
*8.4 Seniorenarbeit
*8.4.1 "Kaffeestündle"
*8.4.2 "Jüngere Senioren" und Seniorenfreizeit
*8.4.3 "Gönninger Seniorennachmittag"
*8.5 Arbeit mit Frauen: Weltgebetstag der Frauen
*8.6 Ökumenische Bibelwoche
*8.7 Themenbezogene Einzelveranstaltungen und Veranstaltungsreihen
*8.8 "Religionsunterricht für Erwachsene"
*9 Übergemeindliche Kontakte
*10 Mission und Ökumene
*10.1 Weltweite Kontakte
*10.1.1 "Arco Iris"
*10.1.2 Ambohitsara auf Madagaskar
*10.1.3 St Luke-Gemeinde Ann Arbor (Michigan/USA)
*10.1.4 Osteuropa (St. Petersburg, Kasachstan, Ukraine)
*10.2 Finanzieller Einsatz für Eine-Welt-Projekte
*10.2.1 "Brot für die Welt"
*10.2.2 Eine-Welt-Verkauf
*10.2.3 Weltmissionsprojekt
*10.3 Ökumenische Zusammenarbeit am Ort
*11 Gebäude, Grundstücke, Finanzen
*11.1 Gebäude und Grundstücke der Kirchengemeinde
*11.1.1 Kirche
*11.1.2 Gemeindehaus
*11.1.3 Pfarrhaus
*11.1.4 Pfarrgrundstücke
*11.1.5 Kindergarten
*11.2 Finanzielle Situation
*12 Zusammenfassende Schlußbemerkungen
* Bürgerliche Gemeinde Überblick in Zahlen|
Zahl |
Prozent |
|
|
evangelisch |
2223 |
61,2 |
|
katholisch |
680 |
18,7 |
|
Sonstige |
729 |
20,1 |
|
davon "vd." |
567 |
15,6 |
|
zusammen |
3632 |
100 |
Neben der katholischen "St. Michael-Gemeinde", Teil der Heilig-Geist-Gemeinde Reutlingen, mit einer eigenen kleinen Kirche von 1962/63, gibt es in Gönningen einen Hauskreis der Evangelisch-methodistischen Kirche, die bis in die jüngste Vergangenheit einen eigenen Raum in ihrem ehemaligen Haus hatte für gottesdienstliche Zwecke. Die EmK-Glieder sind in der Regel auch Glieder unserer Kirchengemeinde.
|
Zahl |
Prozent |
|
|
gesamt |
222 |
6,1 |
|
evangelisch |
24 |
0,7 |
|
Landtagswahl 2001 |
Bundestagswahl 1998 |
|
|
CDU |
42 |
36 |
|
SPD |
32 |
34 |
|
Grüne |
13 |
10 |
|
FDP |
12 |
12 |
|
Andere Parteien |
4 |
7 |
|
Beteil. |
CDU |
SPD |
Grüne |
FDP |
REP |
NPD |
ödp |
|
|
Rathaus Gönningen |
56 |
40 |
31 |
16 |
9 |
4 |
0 |
1 |
|
Ev. Gemeindehaus |
53 |
41 |
33 |
11 |
9 |
6 |
0 |
0 |
|
Roßbergschule |
53 |
50 |
30 |
7 |
8 |
4 |
(1 St.) |
0 |
|
KiGa Stöffelburgstr. |
57 |
39 |
34 |
13 |
12 |
2 |
0 |
1 |
|
Gönningen ges. |
55 |
42 |
32 |
12 |
9 |
4 |
0 |
0 |
|
Baden-Württemberg |
63 |
45 |
33 |
8 |
8 |
4 |
0 |
0 |
keine Parteien, 11 Sitze; Glieder der (vor allem) evangelischen und katholischen Gemeinde.
In Gönningen gibt es die Roßbergschule, eine Grund- und Hauptschule. Die Grundschule mit z. Z. neun Klassen und 231 Schülerinnen und Schülern (zwei Drittel ev.) deckt das Gebiet Gönningen und Bronnweiler ab, ebenso wie die Hauptschule (einzügig; 82 Schülerinnen und Schüler). Schon seit längeren Jahren hat es sich eingespielt, daß der Bronnweiler Pfarrkollege an der Grund- (acht Stunden), der Gönninger an der Hauptschule (vier Stunden) unterrichtet; dabei wird meist Klasse 7 und 8 ein Halbjahr lang gemeinsam unterrichtet. Außerdem geben staatliche Lehrkräfte Religionsunterricht; die katholische Kirche ist durch eine Personalreferentin vertreten, die sich intensiv ins Schulgeschehen einbringt.
Neben dem "regulären" Unterricht nehme ich natürlich (wenn terminlich möglich) an den Lehrer- und weiteren Konferenzen teil, ggf. auch an Pädagogischen Tagen. Wichtig ist das Gespräch in der großen Pause im Lehrerzimmer.
Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Pfarramt, zwischen Kollegium und mir ist von gegenseitiger Wertschätzung getragen und sehr angenehm. Der gegenseitige Informationsfluß funktioniert. Vereinzelt bot ich ein Projekt bei den Projekttagen an ("Internet").
Gemeinsame Veranstaltungen sind die fünf regelmäßigen Schulgottesdienste, die von unserer sowie der Bronnweiler und der katholischen Kirchengemeinde zusammen mit der Roßbergschule getragen werden und an deren Durchführung sich Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler intensiv beteiligen.
Neben einer öffentlichen Bibliothek (Außenstelle der Stadtbibliothek Reutlingen) gibt es zwei kommunale Kindergärten mit drei Gruppen. Eine Wohnanlage "Betreutes Altenwohnen" ist in Planung.
Gönningen, im 13. Jahrhundert als Stadt von der Stöffelburg überragt und dann von den Reutlingern eingenommen, ist historisch durch den Samenhandel geprägt. Bis an den Zweiten Weltkrieg lebte die Bevölkerung hier am Fuße der Schwäbischen Alb in weitesten Teilen vom Handel mit Sämereien und Blumenzwiebeln. Als Händlerinnen und Händler verfügten die Einwohner über eine für ein 1800-Seelen-Dorf überdurchschnittliche Bildung und Eloquenz. Besonders eine gewisse Gewandtheit prägt viele Gönningerinnen und Gönninger bis heute. Daß man nahe der ehemals Freien Reichsstadt Reutlingen wohnt, mag ebenfalls dazu beitragen; seit einem Viertel Jahrhundert ist Gönningen als Bezirksgemeinde eingemeindet; davor war es selbständig und lange Zeit zum Oberamt Tübingen gehörig.
Am Ort gibt es neben einem größeren und wenigen kleineren Betrieben keine Industrie und nur noch eine Hand voll Landwirte. Ärzte und Geschäfte sind präsent und sichern die Grundversorgung.
Die Bevölkerung ist von einer großen Bandbreite geprägt: Neben konservativ eingestellten Milieus gibt es die frühere "grün", links orientierte mittlerweile jedoch größtenteils recht wohlsituierte Wohnbevölkerung der ehemaligen Pädagogischen Hochschule; Straßenfeste, eine Vielzahl von Hobby- und professionellen Künstlern mögen damit zusammenhängen.
Das kulturelle Leben wird außerdem durch ein recht umfängliches Programm der Bezirksgemeinde selbst (im Bürgersaal Konzerte, im Bezirksrathaus Ausstellungen), von den Vereinen (musikalische Veranstaltungen, Winterfeier des Turnvereins ¼ ) und nicht zuletzt der Kirchengemeinde (Konzerte in der ev. Kirche) getragen. Daneben entwickeln VHS und Musikschule weitere Aktivitäten.
Das Verhältnis zwischen der Kirchengemeinde und der Bezirksgemeinde sowie den Vereinen ist von gegenseitiger Rücksichtnahme, Unterstützung und Wertschätzung getragen. Wenn es Mißverständnisse gibt, lassen diese sich klären. Bei einer jährliche Terminkonferenz werden Vorhaben gemeinsam terminiert und abgeglichen, um Kollisionen zu vermeiden. Bei einem regelmäßig stattfindenden Dorffest beteiligt sich seit dem letzten Mal auch wieder die Kirchengemeinde durch Lesungen in der geöffneten Kirche und einem Angebot der Jugend. Vereine erhalten, wenn es möglich ist, gerne "Gastrecht" im evangelischen Gemeindehaus. Darüber hinaus nehmen auch die örtlichen Banken und manchmal auch Betriebe das Gemeindehaus in Anspruch, was den gegenseitigen Kontakt erleichtert.
Nach Absprachen vor dem Bau des Kongesszentrums der Zeugen Jehovas am Ortsrand Gönningens scheinen mir die Aktivitäten der "Zeugen" am Ort eher zurückhaltend zu sein.
Die Neuapostolische Kirche hat ein ansprechendes eigenes Gebäude in Gönningen, entfalten aber m. W. keine nennenswerten Missionstätigkeiten.
Zum Teil halten sich Einwohner und Gemeindeglieder zu einer der Reutlinger pfingstlichen Kirchen oder der dortigen Süddeutschen Gemeinschaft, allerdings in eher bescheidenem zahlenmäßigen Umfang.
Eine eigene Gemeinschaft besteht auf dem "Brunnenhof" (Hof der Familie Klein), die sich vor etlichen Jahrzehnten aus der hiesigen Altpietistischen Gemeinschaft gebildet hat; es werden eigene Versammlungen abgehalten, viele der Teilnehmer sind Glieder der Landeskirche; Frau Klein, die älteste der Familie, ist Glied unserer Gemeinde und besucht die Altpietistische Frauenstunde; ansonsten gibt es keine "offiziellen" Kontakte.
Die Evangelische Kirchengemeinde Gönningen besteht als eigenständige Kirchengemeinde seit den entsprechenden historischen Vorgängen der beiden vorigen Jahrhunderte. Sie erstreckt sich auf die Gemarkung Gönningen (ein Straßenzug in der Ortschaft Bronnweiler gehört zur dortigen Kirchengemeinde trotz der Zugehörigkeit zur Gönninger Gemarkung).
|
Jahr |
1995 |
1996 |
1997 |
1998 |
1999 |
2000 |
|
|
001 |
Zahl der Gemeindeglieder |
2329 |
2330 |
2293 |
2317 |
2214 |
|
|
063 |
Anzahl der Aufnahmen |
9 |
5 |
1 |
1 |
0 |
5 |
|
066 |
Anzahl der Austritte |
13 |
11 |
9 |
10 |
10 |
6 |
|
Alter |
Zahl |
% |
|
0 - 14 Jahre |
363 |
16 |
|
15 - 24 Jahre |
223 |
10 |
|
25 - 40 Jahre |
485 |
22 |
|
41 - 60 Jahre |
565 |
26 |
|
61 - 70 Jahre |
288 |
13 |
|
71 Jahre und älter |
290 |
13 |
|
Stand |
Zahl |
% |
|
verheiratet |
1121 |
51 |
|
nicht verheiratet |
1093 |
49 |
|
Jahr |
% |
|
|
Prozentuale Wahlbeteiligung |
1989 |
37,4 |
|
¼ und letzten kirchlichen Wahlen |
1995 |
32,8 |
Meine erste Wahl zum KGR fiel in eine Zeit, in der auf politischer Ebene als Folge der 68er Unruhen eine Reihe von Gesinnungs- und Ideologiekämpfen stattfanden. Die Freude am nachfolgenden wirtschaftlichen Aufschwung wurde durch den weltweit beklagenswerten Umgang mit der Natur "unsere ökologische Schuld" getrübt. Nach dem Langzeitthema "Dritte Welt" erreichte uns nun auch die Armut Osteuropas. Unsere moderne Industriegesellschaft wurde und wird immer vielfältiger, unsere Lebensstile zeigen sich immer widersprüchlicher. Berufliches Fortkommen verlangt Bereitschaft zur Mobilität, was z. B. für den Gönninger Samenhandel schon seit drei Jahrhunderten bekannt war.
Die vielfältigen Veränderungen in unserer Kultur wirkten sich auch auf das kirchliche Leben aus. Um es vorweg zu sagen: Die Zahl unserer Gönninger Gemeindeglieder blieb in den letzten 30 Jahren beinahe stabil. Jedoch hat im Vergleich zu 1971 der Gottesdienstbesuch deutlich nachgelassen. Wenn nicht der gegenwärtige Ortspfarrer oder der Vikar predigen, kann es schon sein, dass die Besucherzahl mal unter 50 sinkt. Nur an hohen Festtagen ist unsere große Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Diese und das jährlich stattfindende Gemeindefest bieten die einzigen Möglichkeiten, einen Großteil der Gemeinde zu versammeln. Auch der Versuch, dem veränderten Umfeld mit neuen gottesdienstlichen Formen zu begegnen, konnte den negativen Trend nicht stoppen.
Wo sind nun jene Gemeindeglieder, die ihre Kirchensteuer ja nicht nur deswegen bezahlen, damit sie einen Anspruch auf eine kirchliche Vermählung oder gar Bestattung haben?
Im Zuge der Individuationswelle, in der sich viele Menschen auf Grund spezifischer Interessenlagen neu orientierten, haben sich besonders im Laufe der letzten 15 bis 20 Jahren spontan eine Menge von Gruppen herausgebildet, die von den Miniclubs bis hin zu den jüngeren und älteren Senioren jedem interessierten Gemeindeglied eine Wohlfühlnische bietet. Dazu proportional ist die Zahl der Mitarbeiter sprunghaft gestiegen, die sich für eine überschaubare Aufgabe in einem zeitlich begrenzten Rahmen wenn wir an die Kindersingspiele oder das "Grüne Tal" denken gerne engagieren. Um alle Gemeindeglieder auf dem selben Informationsstand zu halten, werden die wichtigsten und interessantesten Neuigkeiten im vierteljährlich erscheinenden, sehr ansprechend gestalteten Gemeindebrief weitervermittelt. Computerfreaks können die Predigten von Pfarrer Behrend, selbst ausgewiesener Fachmann für neue Medien, von der Homepage der Kirchengemeinde abrufen.
Auf Grund eines von außen gewachsenen Handlungsdrucks hat sich Kirche zweifellos weiterentwickelt. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen, und so müssen die Anpassungsübungen an veränderte Gegebenheiten weitergespielt werden. Wer bisher "nur" Gottesdienste oder traditionelle Jugend- bzw. Erwachsenenarbeit im Mittelpunkt sah, musste erkennen, dass Menschen auf mehr, vor allem auf neuen Feldern erreicht werden können. Je mehr Ehrenamtliche diese Felder selbständig beackern, desto lebensfähiger bleibt eine Gemeinde. Dem Pfarrer, bei über 2000 Gemeindegliedern sowieso überlastet, ist so sinnvollerweise die Chance eröffnet, nicht mehr alles Mögliche, sondern wirklich "nur" noch alles Nötige tun zu müssen.
(Rüdiger Mauser)
Die Kirchengemeinde spiegelt recht genau die Vielfalt des Ortes wider. Die Partizipationsformen am Leben der Kirchengemeinde sind breit gefächert und "modern": Man verortet sich selbst im Blick auf die Kirchengemeinde, nimmt punktuell an den Angeboten teil, tritt ggf. (temporär) in engere Beziehung, um sich ggf. auch wieder umzuorientieren. Die Traditionsbindung im Blick auf Taufe, Konfirmation und Bestattung ist hoch, was sich in der Wahrnehmung der Kasualien spiegelt; auch Trauungen werden wohl in den meisten Fällen auch kirchlich vollzogen, zumindest was Erst-Ehen anbelangt. Kircheneintritte scheinen eher zuzunehmen, die Austrittszahlen gehen eher zurück, berücksichtigt man vor allem die Beruhigung nach der Einführung des "Besonderen Kirchgeldes", die hier einen gewissen kurzzeitigen Schub gebracht hat. Die Alters- und Familienstruktur spiegelt gesamtgesellschaftliche Entwicklungen.
Die Altpietistische Gemeinschaft bietet eine regelmäßige Stunde und eine Frauenstunde an (s. u.). Die Leiterin der hiesigen Gemeinschaft ist z. Z. Mitglied im Kirchegemeinderat; der Informationsaustausch funktioniert.
|
Jahre |
Frauen |
Männer |
|
unter 30 |
0 |
0 |
|
30 - 39 |
1 |
1 |
|
40 - 49 |
1 |
0 |
|
50 - 59 |
0 |
2 |
|
60 und älter |
3 |
2 |
(z. Z. 10 Mitglieder; Kirchenpflege unbesetzt)
|
Name |
Rüdiger Mauser |
|
Beruf |
Konrektor |
|
Alter |
57 Jahre |
|
Herr Mauser ist Zweiter Vorsitzender. |
|
Name |
|
|
Beruf |
|
|
Alter |
|
|
Gewählt auf |
Jahre |
|
Hauptamtlich |
|
|
Nebenamtlich |
Der KGR trifft sich zehnmal jährlich zu einer Abendsitzung von ca. drei Stunden. Die Einladung wird durch den Ersten Vorsitzenden, z. Z. habe ich als Pfarrer dieses Amt inne, nach Rücksprache mit dem Zweiten Vorsitzenden und in beider Namen fristgerecht zugestellt; sie umfaßt alle wesentliche Vorinformationen und Beschlußvorschläge, sodaß in den Sitzungen viele Punkte sehr zügig abgehandelt werden können; die Einladungen bilden die Grundlage des Protokolls, das somit kurz nach der Sitzung vorliegen kann. Am Morgen nach der Sitzung arbeite ich die Sitzung auf und leite entsprechende Informationen an die Betroffenen weiter. Organisatorische Hintergrund-Arbeit (Abkündigung der Sitzung, Vervielfältigung der Unterlagen u. ä.) leistet die Pfarramtssekretärin. Die KGRs haben im Pfarramt ein individuelles Fach, in das Informationsmaterial gelegt wird. Zunehmend vereinfacht sich die Weitergabe aktueller Infos durch die Verwendung von EMail und Fax.
Die Sitzungen sind in der Regel viergliedrig: einer Andacht (zur Zeit sind hier meist längere Gesprächseinheiten über Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses vorgesehen) folgt ein knapp einstündiges Schwerpunkt-Thema (Jugendarbeit, Hauskreise ¼ ), dem schließen sich die Tagesordnungspunkte der öffentliche und die der nichtöffentlichen Sitzung an.
Der KGR hat keine Ausschüsse gebildet.
Einmal jährlich findet ein Klausurtag statt, abundzu auch eine Wochenendtagung; manche KGRs besuchen thmatische Angebote der Landeskirche. Die Klausur-Themen der letzten Jahre waren:
Der Austausch in den Treffen ist lebhaft; meist wird für Beschlüsse ein Konsens gefunden. Die Einladung zu den Tagungen wird nicht von allen Mitgliedern an- bzw. wahrgenommen. Bei die Kirchenwahl in diesem Jahr werden sich etwa ein Drittel der Mitglieder wieder zur Wahl stellen.
der Pfarrer Zur Person:|
Name, Vorname |
Behrend, Alexander |
||
|
Geb. jahr/-ort |
1962 in St. Georgen/Schw. |
||
|
Familienstand |
verheiratet |
||
|
Kinderzahl |
2 |
Jahrgänge |
1991 und 1994 |
|
Name des Ehegatten (auch Geburtsname), gegenwärtige Berufstätigkeit d. Ehegatten |
Claudia Behrend geb. Hock |
||
|
Universität |
Tübingen |
|
Vorerfahrungen |
nach Besuch der Gewerblichen Berufsfachschule Abitur auf einem Technischen Gymnasium |
|
Seit wann hier: |
1995 |
|
Vorherige Stelle (Name der Gemeinde): |
Vikariat in Loßburg (Dekanat Freudenstadt), Pfarrvikariat in Sulz a. N. |
Seit über 20 Jahren arbeitet Frau Margarete Bader auf unserem Pfarramt; sie führt Registratur, Kirchenbücher und die Kartei. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, daß das Pfarramt gern und oft von Gemeindegliedern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern frequentiert wird.
|
Name |
Amt |
|
Bader, Margarete |
Pfarramtssekretärin (s. 3.2.4) |
|
Zirngibl, Brigitte |
Mesnerin |
|
Gaisser, Beate |
Reinigungskraft Kirche und Kindergarten |
|
Eppler, Ingrid |
Hausmeisterin Gemeindehaus |
|
Seeger, Katrin |
Kirchenchorleiterin (s. 4.3.4) |
|
Hipp, Martina |
Erzieherin (Gruppen- und Einrichtungsleitung Kindergarten) |
|
Schäfer, Sigrid |
Erzieherin (Gruppen- und Einrichtungsleitung Kindergarten) |
|
Rill, Elfi |
Erzieherin (Gruppenleitung im Kindergarten) |
|
Kunath, Marlene |
Kinderpflegerin (Kindergarten) |
|
Vorpraktikantin |
Praktikantin (Kindergarten) |
|
Anerkennungspraktikantin |
Praktikantin (Kindergarten) |
Brigitte Zirngibl hat nach einer Zeit als Vertreterin während des Erziehungsurlaubs der Vorgängerin die Mesnerinnen-Tätigkeit seit 1999 inne, seit vergangenem Jahr ist die Reinigungstätigkeit auf ihren Wunsch hin ausgegliedert; diese hat Frau Beate Gaisser übernommen.
Frau Ingrid Eppler hat 1999 die Nachfolge von Frau Renate Deh übernommen, die von Bestehen des Gemeindehauses an Hausmeisterin war. Sie unterstützt uns kräftig bei den vielen Vermietungen und ist durch die stetig steigende Belegung des Hauses sehr gefordert.
Die gegenwärtige Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterliste umfaßt knapp 240 Namen; darin sind die Mitglieder der drei Chöre enthalten und viele Projektmitarbeiter. Mitarbeitende sind in allen Bereichen zu gewinnen, wenn es sich um einen präzis formulierten und zeitlich begrenzbaren und begrenzten Auftrag handelt; schwerer ist es in der Arbeit mit Jugendlichen, wo noch einige kontinuierliche erwachsene Mitarbeitende nötig wären. Die Mitarbeitenden erhalten je nach Art ihrer Tätigkeit verschiedene Möglichkeiten, sich mit ihrem Dienst vertraut zu machen: zum Teil werden sie von anderen Ehrenamtliche angeleitet, zum Teil gibt es spezielle Angebote in der Gemeinde (z. B. Schulung für "Lektoren" im Gottesdienst; bes. auch in der Jugendarbeit), zum Teil werden übergemeindliche Angebote wahrgenommen (Kurse der BTS; KGR-Fortbildungen, Schulungen des Jugendwerkes, des Stifts Urach ¼ ). Wenn die Fortbildungen in Absprache mit dem Pfarramt bzw. dem Kirchegemeinderat wahrgenommen werden, werden die Kosten übernommen (ggf. wird um eine angemessene "Haushaltsersparnis" gebeten); auch Fachliteratur wird finanziert und Auslagen ersetzt.
Einen besonderen Stellenwert genießt der jährlich stattfindende Mitarbeiter-Empfang, an dem weit über hundert Personen teilnehmen; an alle Mitarbeitende wird eine Einladung dazu versandt mit einem herzlichen Dank für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Beim Empfang gibt es jeweils ein gutes Essen und ein attraktives kulturelles Programm; außerdem werden hier Rück- und Ausblicke gegeben sowie Verabschiedungen und Begrüßungen neuer Mitarbeitender ausgeprochen, soweit dies nicht in einem der Gottesdienste geschieht (bei Mitarbeitenden, die mit Verkündigung betraut sind, z. B. in der Jugend- und Chorarbeit). Besonders bei der Einladung zum Mitarbeiter-Empfang achte ich darauf, daß alle Mitarbeitende gewürdigt werden und eben nicht nur die "hochaktiven" (die freilich die kontinuierliche Arbeit entscheidend tragen!), und daß deutlich wird: Ehrenämter dürfen ohne Gesichtsverlust auch wieder abgegeben werden.
Vor allem bei Projekten wird der Abschluß ebenfalls oft durch ein Fest gestaltet.
Wichtig ist, daß leitende ehrenamtliche Mitarbeitende im Gemeindebrief und auf der Webseite als Ansprechpartner öffentlich genannt werden; außerdem geschieht die Bedankung oft auch über das örtliche Mitteilungsblatt.
Gottesdienste und gottesdienstliche Handlungen Gottesdienste Überblick in Zahlen|
Jahr |
1995 |
1996 |
1997 |
1998 |
1999 |
2000 |
|
|
038 |
Invokavit |
65 |
115 |
65 |
54 |
58 |
36 |
|
041 |
1. Advent |
97 |
190 |
90 |
115 |
90 |
93 |
|
- |
Durchschnitt |
142 |
153 |
78 |
85 |
74 |
65 |
|
Jahr |
1995 |
1996 |
1997 |
1998 |
1999 |
2000 |
|
|
052 |
im GD |
4 |
6 |
7 |
7 |
5 |
13 |
|
053 |
im Anschluß |
2 |
3 |
2 |
0 |
0 |
0 |
|
054 |
selbständig |
0 |
0 |
0 |
2 |
2 |
3 |
|
- |
gesamt |
6 |
9 |
9 |
9 |
7 |
16 |
|
056 |
Zahl der Teilnehmer |
502 |
576 |
518 |
476 |
321 |
744 |
|
Anzahl (ohne Haus-AM) |
Haus-AM |
Teilnehmerinnen und Teilnehmer |
|
|
1980 |
9 |
1 |
730 |
|
1981 |
10 |
1 |
711 |
|
1982 |
5 |
3 |
501 |
|
1983 |
5 |
2 |
504 |
|
1984 |
7 |
3 |
543 |
|
1985 |
5 |
1 |
406 |
|
1986 |
7 |
0 |
619 |
|
1987 |
7 |
2 |
565 |
|
1988 |
5 |
2 |
425 |
|
1989 |
5 |
1 |
454 |
|
1990 |
5 |
0 |
365 |
|
1991 |
4 |
3 |
291 |
|
1992 |
8 |
1 |
455 |
|
1993 |
5 |
1 |
476 |
|
1994 |
6 |
0 |
427 |
|
1995 |
6 |
1 |
502 |
|
1996 |
9 |
0 |
576 |
|
1997 |
9 |
0 |
518 |
|
1998 |
9 |
0 |
476 |
|
1999 |
7 |
0 |
321 |
|
2000 |
16 |
3 |
744 |
|
Jahr |
1995 |
1996 |
1997 |
1998 |
1999 |
2000 |
|
|
045 |
Invokavit |
10 |
0 |
0 |
10 |
10 |
4 |
Ein regelmäßiger Kindergottesdienst besteht wieder seit 1998; die Kindergottesdienste waren Mitte 1995 eingestellt worden, da das Mitarbeiterinnen-Team sich auflöste.
Gleich nach dem Gönninger Ortsschild von Reutlingen oder Bronnweiler kommend steht ein einladendes Hinweisschild: Evangelischer Gottesdienst Sonntag 9.30 Uhr.
Darüber wird nun laienhaft von einem Laien berichtet werden.
Der normale Gottesdienst-Ablauf ist württembergisch traditionell: Orgel-Vorspiel, Begrüßung, Eingangslied, Psalm (Pfarrer/Gemeinde i. W.), Ehr sei dem Vater ..., Gebet, Schriftlesung, Wochenlied, Predigt, Lied nach der Predigt, Gebet mit Fürbitten, Schlußlied, Abkündigungen, Verleih uns Frieden... Segen, Orgelnachspiel und "Ständerling" mit fruchtbaren Gesprächen. Und trotzdem gibt es im Ablauf immer wieder Variationen, wenn es ein Anlass fordert.
Die Gottesdienste finden in der Regel in der Peter-und-Paul-Kirche statt. Ausnahmen werden in der kalten Jahreszeit für ca. zwei Monate um Energie zu sparen gemacht. Da wird im Gemeindehaus Gottesdienst gefeiert, gelegentlich im Gemeindehausgarten oder bei ökumenischen Anlässen auch mal "außer Haus".
Der Besuch ist unterschiedlich, bei großen Festen wie Weihnachten oder Konfirmation ist die Kirche ganz besetzt, bei besonderen Anlässen wie Karfreitag, Ostern, Pfingsten, Volkstrauertag, bei Familiengottesdiensten oder Taufen gut besucht, sonst normal besucht oder auch mal ganz schwach (insbesondere, wenn in einer Woche mehrere Gottesdienste stattfinden oder wenn sich das Wetter von seiner erbärmlichen Seite zeigt). Dann wird ganz bewusst im Chor der Kirche, im kleinen Rahmen, Gottesdienst gefeiert. Die kleine Runde wird so nicht als störend empfunden.
Statistische Daten sind mir fremd, aber vielleicht kann doch festgehalten werden: Für Abwechslung ist gesorgt: Monatlich findet ein Taufgottesdienst statt. Monatlich wird ein Abendmahlsgottesdienst gefeiert. Dadurch, dass unsere Gemeinde auch Ausbildungsgemeinde ist, predigt monatlich einmal der Vikar. Sind der Pfarrer und Vikar verhindert, so übernimmt den Dienst ein Lektor, eine Lektorin oder ein Pfarrer i.R. Einmal im Monat umrahmt der gute, eigene Kirchenchor den Gottesdienst und immer wieder zu verschiedenen Anlässen ist der Gönninger Gospelchor dabei. Bei Schriftlesungen, bei Fürbitten oder bei Gottesdiensten mit besonderen inhaltlichen Schwerpunkten (Partnergemeinden, Projekte, weltweite Gründe etc.), beim Abendmahl wirken Gemeindeglieder im Gottesdienst mit. Insbesondere bei Taufen sprechen Taufeltern oder Paten Gebete oder halten Schriftlesungen. Immer wieder werden die Konfirmanden eingebunden. Im Familiengottesdienst sind oft die Kinder des ev. Kindergartens dabei. An Weihnachten gibt regelmäßig selbst einstudierte Vorführungen der Kinderkirche oder von Jugendlichen. Sehr beliebt sind der Gottesdienst beim Gemeindefest, der Jugendgottesdienst (letztes Jahr mit der Predigt einer Jugendlichen) oder der Schwäbische Gottesdienst, den seit Jahren Pfarrer Hans Speidel aus Pfullingen hält.
Pfarrer Behrend läßt sich immer wieder etwas einfallen, um bei aller Tradition Abwechslung zu bekommen. Neben der exzellenten Orgel wird besonders bei den neueren Liedern - das Keyboard benutzt oder es wird mit Gitarre(n) begleitet. Regelmäßig finden Taizé-Andachten statt, die jüngere Gemeindeglieder mit eigener Liturgie durchführen.
Wer will, kann in Gönningen einen lebendigen, abwechslungsreichen Gottesdienst besuchen. Jeder zweite Gottesdienst wird auf Kassette aufgenommen. So können ältere oder kranke Gemeindeglieder ersatzweise den Gottesdienst zu Hause nacherleben. Und predigt Pfarrer Behrend, so kann der Gottesdienst spätestens am folgenden Dienstag im Internet nachgelesen werden. Dies ist aber auch für jeden von uns eine wunderbare Gelegenheit, sich insbesondere mit der Predigt nochmals zu beschäftigen. Auch wenn es vermessen klingt: Die Gönninger Kirchengemeinde ist, wie es die Samenhändler des Ortes schon lange sind, offen, ja weltoffen (siehe ganz besonders den übers Internet zustande gekommen Kontakt zu Ann Arbor). Glaube global!
(Dietrich Birkenhofer;
KGR im 12. Jahr. Schwerpunkte sind Gottesdienst und Mitarbeit beim Gemeindebrief und an etlichen anderen Stellen.)
Meine Erfahrungen im Vikariat mit dem gottesdienstlichen Leben der Gönninger Christinnen und Christen lassen sich auf das og. Schlagwort beziehen. Ich würde den Satz allerdings nicht normativ verstehen wollen, also nicht in dem Sinne, daß aller Gemeindeaufbau und alle Gemeindepädagogik unbedingt einzumünden habe in ein engagiertes und beteiligungsreiches sonntägliches Gottesdienstleben. Mir wäre eher wichtig, daß die gottesdienstliche Dimension christlichen Lebens an verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten und für verschiedene Personenkreise einleuchtend wird.
Ich denke an Altennachmittage (in Gönningen "Kaffeestündle"), wo in der Andacht zu Beginn, durch die Atmosphäre der Wertschätzung und die sorgsame Auswahl von Bildungsgehalten erlebt werden kann, daß der Alltag des Alters, der Krankheit und der verwickelten Lebensgeschichten im Angesicht Gottes unterbrochen wird.
Ich denke an die Kinderbibelwoche zu Ende der Schulferien, die durch den Verzicht oder das Unterlaufen von Wettbewerbsformen und Leistungsdruck sich von Erlebnisgehalten der Schule und der Freizeit der Kinder absetzen kann. Gerade dann wird deutlich, daß wir unser Dasein nicht uns selbst verdanken. Damit gehört die Kinderbibelwoche nicht nur wegen des abschließenden Familiengottesdienstes zum gottesdienstlichen Leben.
Fragen und Perspektiven für meine eigene Arbeit und Zukunft in Kirche und Gemeinde schließe ich an.
- Gottesdienste mit besonderer Beteiligung: Gerade solchen Gottesdiensten, wie sie in Gönningen geübt werden etwa zur Goldenen Konfirmation und zum Gemeindefest (auch die ökumenischen Gottesdienste sind hier hinzuzuzählen), gelingt eher, was ich mir wünschen würde, nämlich die Milieubezogenheit des sonntäglichen Hauptgottesdienstes aufzubrechen und auch sog. kirchenfernere Milieus anzusprechen, die doch auch zu der Gemeinde gehören wollen und sollen, deren Mittelpunkt der Gottesdienst ist. Wichtig wäre mir dabei, eben keine besonderen Orte zu schaffen, um Gemeinde wirklich abzubilden, und auch, daß die schlichte Form des württembergisches Prädikantengottesdienstes nicht aufgegeben wird, denn Gottesdienst lebt auch von seiner Wiedererkennbarkeit gerade für die Kirchenfernen.
- Ein guter Anlaß wären die vielerorts geübten Tauferinnerungsgottesdienste, zu denen Tauffamilien und deren Paten auch eigens eingeladen werden. Auch das Leben der bürgerlichen Gemeinde und ihrer Institutionen und Vereine böten Anlaß zu gottesdienstlicher Begehung.
- Die Feier des Heiligen Abendmahls sollte m. E. unhinterfragte Praxis werden in unserer Kirche. Dazu gehört dringend eine gemeindepädagogische Einweisung, die auch und vor allem schon Kindern einen Zugang zum Abendmahl ermöglicht und sie nicht ausschließt. In Gönningen wäre ein geeigneter Ort die Kinderbibelwoche; da sie jedoch ökumenisch verantwortet wird, liegt die Feier des Abendmahls an diesem Ort in weiter Ferne.
- Schließlich würde ich mir wünschen, daß in unserer Gottesdienstpraxis mehr Elemente Gewöhnung finden, die den Gottesdienst eindeutiger als Fest und Feier erleben lassen. In erster Linie denke ich an Musik. Die Tiefen unseres neuen Gesangbuches sind noch lange nicht ausgelotet. Die engagierten Musikerinnen und Musiker in der Gemeinde müßten sich die Rolle eines Anleiters, Vormachers zulegen, um die Herzen wirklich weit zu machen (EG 454). Regelmäßige und institutionalisierte Beteiligung in Fürbitte, Schriftlesung und auch Predigt von Gruppen und Kreisen der Gemeinde (Kirchenchor, Hauskreise, Leitungskreis Kaffeestündle, Leitungskreis Kinderkirche), auch von Konfirmandinnen und Konfirmanden, würde abbilden, wie Gemeinde aussieht.
All diese Perspektiven sind nicht eben erfunden oder völlig neu. Insbesondere sind es keine Allheilmittel für ein immer wieder empfundenes Unbehagen gegenüber unserer Gottesdienstkultur, die bestimmte Milieus, vor allem auch das Milieu "Jugendliche" einfach nicht zu erreichen vermag. Doch auch Jugendliche haben in einer Phase ihres Lebens Erfahrungen mit der gottesdienstlichen Dimension des Lebens gemacht, die man nicht vergessen sollte. Die Rahmenbedingungen all meiner Überlegungen sind aber auch für Gönningen die einer Volkskirche, in der die Mitglieder Distanz und Nähe zu kirchengemeindlichem Leben selbst definieren.
(Joachim Ruopp, Vikar;
Vikar Ruopp ist seit September 1999 in der Kirchengemeinde tätig)
Die Gottesdienst finden bis auf die Monate Februar/März (Gemeindehaus) in der Kirche statt; wenn kleine Teilnehmerzahlen zu erwarten sind (in den Schulferien manchmal lediglich zehn, zwanzig Personen) werden Gottesdienste im Chorraum gehalten.
Typisch in Gönningen empfinde ich die stark wechselnde Gemeinde: Man weiß im Vorfeld selten, wen man als Liturg am nächsten Sonntag vor sich haben wird.
Unser Gottesdienst-Kalender weist für fast jeden der Gottesdienste (zumindest außerhalb der Schulferien) eine Besonderheit aus. Einmal monatlich wird Abendmahl gefeiert, einmal monatlich sind die Taufen ein Schwerpunkt des Gottesdienstes. Daneben gibt es immer wieder thematische oder musikalische und sonstige Schwerpunktsetzungen.
Regelmäßig gibt es außerdem:
Die kirchengemeindliche Schwerpunktsetzung im Gottesdienst spiegelt sich auch im Erwerb zweier künstlerischer, individuell erstellter Paramente von Andreas Felger wider (1992 und 2000). Zur förderlichen Atmosphäre im Kirchenraum tragen auch die kreativen Bemühungen und ie geschickte Hand von Mesnerin Brigitte Zirngibl bei.
In unserer Gruppe wird der sonntägliche Gottesdienst in 14-tägigem Rhythmus aufgenommen, anschließend vervielfältigt und zur Verteilung gebracht. Der Dienst besteht seit Herbst 1999. Das Cassetten-Team besteht aus drei Frauen unserer Gemeinde, es wären da Irmgard Schöninger, Claudia Behrend und ich selbst.
Die Vorbereitung, also die Aufnahme während des Gottesdienstes, wird vorwiegend von mir(Grimm) übernommen. Nach Absprache (bei meiner Abwesenheit) übernimmt Frau Zirngibl (Messnerin) diese Tätigkeit mit. Die Cassettenverteilung wird von den oben genannten Mitarbeiterinnenvorgenommen, wobei es sich dabei um einen Besuchsdienst handelt. Es sind auch Kopien auf dem Pfarramt zu bekommen, für Gemeindeglieder die
den Gottesdienst noch einmal hören möchten. Unsere Zielgruppe sind vor allem ältere Gemeindeglieder(aber nicht nur) die nicht mehr, aus verschiedensten Gründen, in den Gottesdienst kommen können. Die besonderen Gottesdienste wie Taufen, Konfirmationen, Trauungen etc. werden auch mitgeschnitten und dementsprechend kopiert. Für die Zukunft und als Ausblick für diesen Dienst wünsche ich mir noch ein bis zwei Mitarbeiter, vor allem bei der Aufnahme des Gottesdienstes.
(Elke Grimm;
ich bin 43 Jahre alt und lebe seit etwa 12 Jahren in Gönningen. Seit ca. vier Jahren arbeite ich in der Gemeinde mit; den Cassettendienst habe ich mit ins Leben gerufen und betreue ihn seit 1 1/2 Jahren)
Vor sieben Jahren die damals noch bestehende Lebensgemeinschaft Gönningen einen neue Schwerpunkt gesetzt: Das für uns Christen wichtigste Fest von Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu sollte noch auf andere Art als im GD spürbar werden. So beschlossen wir in der Karwoche morgentliche Andachten mit nachfolgendem Frühstück durchzuführen. Am Ostermorgen vor Sonnenaufgang trafen wir uns zum gemeinsamen Aufstieg zur Salmendinger Kapelle, wo dann bei Sonnenaufgang eine Ostermette gefeiert wurde. Anschließend gab es ein prächtiges Osterfrühstück im Gemeindehaus. Inzwischen hat sich diese Aktion ein wenig verändert und ist auf mehrere Schultern verteilt. geblieben ist die sog. "Frühschicht" in der Karwoche von Montag bis Donnerstand jeweils um 6.00Uhr. Abends gibt es eine Taizé-Andacht in der Kirche, die Osternacht mit Abendmahl und Tauferinnerung. (40 Teilnehmer). Unsere Jugendlichen gehen gemeinsam mit Ohmenhäuser Jugendlichen auf einen Jugendkreuzweg und erleben in der "Nachtschicht" auf vielerlei Weise die Nacht vor dem Ostermorgen. (ca. 60 Teilnehmen). Ein einmaliger Versuch, in der Gemeinde einen Kreuzweg zu gehen, war zwar erfolgreich, blieb jedoch leider bislang ohne Wiederholung.
(Brigitte Zirngibl;
ich selbst bin nun schon seit Jahren zusammen mit Pfarrer Behrend, Elke Grimm und meinem Mann im Vorbereitungsteam für die Osternacht. Darüber hinaus bin ich durch meine Mesneramt und einige ehrenamtliche Tätigkeiten mit der Gemeinde eng verwoben.)
Unsere Gemeinde beteiligt sich an der Reihe der "Gottesdienste im Grünen", die von der Genkinger Gemeinde und Pfr. W. Wassermann (Gomaringen) organisatorisch getragen wird. Diese Gottesdienste werden von vielen Gemeindegliedern als "Zweites Angebot" geschätzt und wahrgenommen (sonntags, 11 Uhr); einer der Gottesdienste wird vom Gönninger Pfarrer vorbereitet, alle werden hier bekannt gegeben und beworben.
Im Urlaub (Burgund, um Wein zu kaufen) richte ich es seit einigen Jahren ein, einen Besuch in Taizé zu machen. Zudem unterstützte ich einen Kreis in meiner Heimatgemeinde bei den ersten Taizé-Abendgebeten. So entstand der Wunsch, auch in Gönningen Freunde für diese Gebetsform zu finden.
Angefangen hat es im Kleinen: Ich bot im Hauskreis ein Taizé-Abendgebet an (1998); dann verlegten wir an einem Abend vor Ostern 1989 das Abendgebet in die Kirche, als Angebot auch für die Gemeinde.
Ab 1999 boten wir jeweils in der Karwoche und im Advent 2000/2001 auch über den Jahreswechsel hinaus immer drei bis sechs Abende an.
Einladen ließen sich zunächst überwiegend Leute aus den Hauskreisen und einige "Neugierige". Inzwischen sind Liturgie und Lieder schon vertrauter und das Interesse an den Abendgebeten nimmt zu. Die Altersstruktur ist ab etwa 30 Jahren aufwärts, mehr Frauen als Männer.
Außer mir gehört zum Leitungsteam noch meine Freundin Linda Bortt aus Bronnweiler (sie geht auch in Burgund Wein kaufen und nach Taizé ).
Wir sprechen als weitere Mitarbeiter dann gezielt Leute an, die an den Abenden eine Lesung übernehmen, bei der musikalischen Begleitung oder der Dekoration des Altarraumes mitmachen. Die Auswahl der Texte kann sich nach dem Thema im Gottesdienst richten, nach Bibellese etc.
Die Liturgie richtet sich nach dem Ablauf im EG. Wir stellen ein Blatt zusammen mit dem jeweiligen Ablauf und den Liedern. Die Psalmen oder gemeinsamen Gebete sind als loses Blatt eingelegt und können an den Abenden verschieden sein. Die Blätter sind für Advent oder Karwoche und könnten auch mehrere Jahre benutzt werden (müssen aber nicht).
Mein Wunsch ist es, die Taizé-Abendgebete regelmäßig vor Ostern und Weihnachten anzubieten. In den "Zwischenzeiten" könnten von Zeit zu Zeit Lieder in den Sonntagsgottesdienslen gesungen werden.
Zudem möchte ich gerne noch ein bis zwei feste Mitarbeiter gewinnen.
(Anne Huonker;
ich bin 40 Jahre alt und wohne seit 15 Jahren in Gönningen. Ich arbeite in der Sonderschule (Körperbehinderte), habe die Vokaio für Religionsunterricht an Sonderschulen. In der Kirchengemeinde habe ich seit ich hier wohne immer wieder bei einzelnen Projekten und Aktionen mitgearbeitet, oft im musikalischen Bereich. Da ich gerne an Angeboten der Gemeinde teilnehme, finde ich es auch wichtig, selbst aktiv mit zuarbeiten.)
Das Abendmahl war Gegenstand eines Klausurtages des Kirchengemeinderates; hier wurden als Leitlinien festgelegt:
Die Abendmahlsfeiern finden ausnahmslos integriert in den Hauptgottesdienst statt; in der Kirche kommen Gruppen nach vorn, im Gemeindehaus findet ein "Umgang" Anwendung.
In den letzten Jahren nimmt die Zahl der Hausabendmahlsfeiern wieder zu.
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sind bereits ab etwa November, wenn sie sich mit dem Abendmahl im Unterricht beschäftigt haben, zum Gemeindeabendmahl eingeladen.
Die Frage "Kinder und Abendmahl" ist präsent im Kirchengemeinderat und wird weiter verfolgt werden (im Anschluß an die neue landeskirchliche Abendmahlsordnung).
KindergottesdienstDie Kinderkirche gibt es seit 11.1.98 [sie war Mitte 1995 mit dem Ausscheiden des Teams zu Ende gegangen; Anm. AB].Sie war zuerst probehalber bis zu den Sommerferien wurde aber weitergeführt . Der Kindergottesdienst findet immer parallel zum Erwachsenen-Gottesdienst statt.
Mitarbeiter sind zur Zeit: Sabrina Schneider, Melanie Brankatschk, Andreas Fetzer, Martin Möbis, Michael Flad, Dorothea Rutow, Martha Lapatinski, Ingrid Edenhuizen.
Vorbereitung: Einmal im Monat treffen wir uns im Gemeindehaus und besprechen die Themen, bekommen Vorschläge zur Gestaltung der Kindergottesdienste, tauschen uns aus, lernen neue Lieder und teilen ein, wer an welchem Sonntag Kindergottesdienst übernimmt. Unser Vikar Joachim Ruopp leitet z. Z. diese Abende und bringt das Vorbereitungsmaterial mit. Die Mitarbeiter treffen sich untereinander noch einmal und bereiten ihren Sonntag konkret vor.
Die Angebote sind für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter
Veränderungen: Eventuell könnte man überlegen, den Kindergottesdienst auf eine spätere Uhrzeit zu legen.
Ziele:
Kinderzahl vergrößern;
Kinder von Gott und Jesus erzählen mit ihnen beten;
die Kirche und ihre Feste näherbringen, Eingliederung in die Gemeinde fördern;
feste Rituale kennenlernen, die auch im Erwachsenen-Gottesdienst wichtig sind;
miteinander singen, basteln, spielen, Gemeinschaft haben.
(Ingrid Edenhuizen;
41 Jahre, Mitarbeit in der Kirchengemeinde: Gospelchor 1991-93, Kirchenchor: seit 1996; Kinderbibelwoche 1997 und 1998; Kinderkirche seit 1998; Kindergarten Rosmarinstraße 1997und 1998 als Vertretung, 1999 und 2000 alsZweitkraft)
Die Kindergottesdienste hörten Mitte 1995 mit der Auflösung des Mitarbeiterinnen-Teams auf. Die Neu-Etablierung gelang über ein befristetes Angebot 1997 während der Zeit, in der die Hauptgottesdienste im Gemeindehaus stattfanden, und dann ab 1998 als zuerst für eine bestimmte Phase wieder regelmäßige Gottesdienst angeboten wurden und dann von den Mitarbeitenden selbst der Wunsch nach einer Fortsetzung laut wurde. Getragen wird das Team durch die Begleitung durch Pfarrer oder Vikar und durch ältere kontinuierliche Mitarbeiterinnen. Wichtig ist eine enge Verzahnung mit der Jugendarbeit als deren Bestandteil wir die Kinderkirche betrachten. Zum Teil finden Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen aus der Kinderkirche in ein umfänglicheres Engagement in einer Jugendgruppe und haben s bereits erste Erfahrungen gesammelt.
Kasualien Taufen|
Jahr |
1995 |
1996 |
1997 |
1998 |
1999 |
2000 |
|
|
009 |
Kindertaufen |
22 |
25 |
22 |
25 |
27 |
22 |
|
010 |
darunter 1-14 J. |
3 |
4 |
3 |
2 |
2 |
5 |
|
012 |
Erw.-Taufen |
3 |
2 |
1 |
1 |
1 |
4 |
Einmal monatlich finden im Hauptgottesdienst Taufen statt, meist zwischen zwei und fünf Kindern. In einem Taufgespräch wird vorher der Ablauf und anhand dessen die Bedeutung der Taufe besprochen; Patenbescheinigungen erbitte ich in mündlicher Form; Taufaufschub kommt vereinzelt vor, ein Katechumenregister wird im Pfarramt geführt. Ganz vereinzelt kommt es vor, daß kein evangelischer Pate gestellt werden kann, dann vollziehe ich die Taufe mit anderskonfessionellen Paten, da ja wenigstens ein Elternteil evangelisch ist. Die Taufen bilden im jeweiligen Gottesdienst einen Schwerpunkt und sollen zugleich der Tauferinnerung der Gemeindeglieder dienen. Die Täuflinge erhalten durch die Eltern einen Taufspruch (eine Auswahl wird durchs Pfarramt gestellt), der in der Segnung Verwendung findet, und durch einen Paten eine Taufkerze (dies hat sich in den letzten Jahren allgemein durchgesetzt); die Paten selbst erhalten ein Heft mit einer Einlegeurkunde. Von der Gemeinde erhalten die Familien vom ersten bis zum vierten Tauftag einen Brief.
In der Regel findet im Konfirmationsgottesdienst Taufen statt; daneben im Hauptgottesdienst Erwachsenentaufen.
|
Jahr |
1995 |
1996 |
1997 |
1998 |
1999 |
2000 |
|
|
014 |
ev. - ev. |
6 |
10 |
3 |
11 |
5 |
7 |
|
016 + 017 |
ev. - kath. |
2 |
3 |
2 |
2 |
3 |
3 |
|
015 + 018 |
andere |
1 |
0 |
1 |
0 |
2 |
|
|
021 |
gesamt |
8 |
14 |
5 |
14 |
8 |
12 |
|
022 |
Trauungen |
1 |
2 |
0 |
1 |
3 |
1 |
Trauungen finden meist samstags statt, öfters zusammen mit einer Taufe. In einem Traugespräch wird der Gottesdienst geplant und anhand dessen über die einschlägigen Themen gesprochen. Die Trau-Gottesdienste stoßen in ihrer Gestaltung meist auf eine überaus positive Resonanz. Eine Ablehnung einer (selten vorkommenden) Trauung Geschiedener war bislang nicht geboten. Bei sog. ökumenischen Trauungen wird der katholische Kollege um die Predigt gebeten. Ein gewisser Trend zur Inszenierung ist im Blick auf die Trauung zu beobachten, wenn auch aufs Ganze gesehen meist am Herkommen festgehalten wird.
Goldene HochzeitenEtwa ein Drittel aller Jubiläumspaare erbitten die Durchführung eines Gottesdienstes, meist im Zuge der Goldenen Hochzeit. Diesem Wunsch entspreche ich gern; in einem Vorbereitungsgespräch mache ich mich mit der aktuellen Situation vertraut und plane mit dem Paar den Gottesdienst. Manchmal finde im Zuge der Feierlichkeit eine Andacht in einer Wirtschaft statt, wenn ein Gottesdienst in der Kirche aus gesundheitliche Gründen nicht ratsam erscheint.
|
Jahr |
1995 |
1996 |
1997 |
1998 |
1999 |
2000 |
|
|
029 |
Insgesamt |
28 |
36 |
29 |
19 |
29 |
29 |
Die Bestattungen finden seit wenigen Jahren fast ausschließlich hier auf dem Friedhof statt, nun auch bei Feuerbestattungen. Dem Beginn der Feier in der Aussegnungshalle folgt der Gang zum Grab bzw. das Verbringen des Sarges wieder in die Leichenkammer, von wo aus die Überführung in unmittelbarem zeitlichen Anschluß ins Reutlinger Krematorium stattfindet. Selten werden Bestattungen Ausgetretener gewünscht, die in der Regel durchgeführt werden, wobei ich erfrage, ob ein gegenteiliger Wunsch des Verstorbenen bestand. Der äußere Rahmen, für den die Stadt Reutlingen verantwortlich ist, ist würdig und angemessen, die Zusammenarbeit mit den Angestellten der Stadt sehr gut, gleiches gilt für die "Friedhofs-Mesnerin", die bei besonderen Wünschen gern behilflich ist. Es findet ein Liederbuch mit einer Liedauswahl aus dem EKG Verwendung; bei besonderen Wünschen fertige ich ein Liedblatt. Örtliche Vereine gestalten ggf. den Gottesdienst musikalisch mit; Nachrufe finden im Anschluß am Grab (oder bei Feuerbestattungen während einer "förmlichen" Gottesdienstunterbrechung in der Halle) statt; sie haben in aller Regel eine angemessene und würdige Form und sind von christlichem Geist getragen.
Bei Bestattungen katholischer Gemeindeglieder läuten ebenfalls unsere Glocken, da die St. Michael-Kirche keine eigenen hat.
Dem Gottesdienst geht mindestens ein Hausbesuch voraus; die Terminvereinbarung für die Trauerfeier ist vorher von Seiten des Bestatters in Rücksprache mit dem Pfarramt erfolgt. Außerdem mache ich je nach individuellen Verhältnissen weitere Besuche nach der Bestattung.
Neben dem Organistendienst sowie dem Posaunen- und Kirchenchor geschieht die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes vereinzelt durch den Gitarrekreis und durch Keyboard-Musik. Vor allem die Verwendung des Keyboards bei modernerer Musik versuchen wir zu intensivieren.
Die "Singleistung" der Gemeinde ist sehr unterschiedlich, je nach dem, wer am Gottesdienst teilnimmt und wie bekannt das Liedgut ist. Grundsätzlich ist Bereitschaft zu Neuem gegeben und auch die musikalische Ausgestaltung der Liturgie wird gern angenommen.
OrganistendienstSeit etwa 1971 spiele ich Orgel, 1973 habe ich die C-Prüfung für nebenamtliche Organisten der Landeskirche Württemberg abgelegt. Seit etwa 1972 habe ich regelmäßig Orgeldienste im Gottesdienst und bei Kasualien (unregelmäßig) übernommen. 1982 übernahm ich auf Empfehlung der damaligen Chorleiterin des Gönninger Kirchenchores, Frau Erna Kautter, die ich von der Kantorei der Stiftskirche Tübingen her kannte einen Teilauftrag des gottesdienstlichen Orgeldienstes in Gönningen. Seither spiele ich relativ regelmäßig etwa einmal pro Monat in der Peter-und-Paul-Kirche in Gönningen und übernehme Springer-Dienste in mehreren Kirche der Gesamtkirchengemeinde Reutlingen, vor allem in der Kreuzkirche.
In Gönningen gab es in den letzten Jahren meistens vier Organisten, die sich gegenseitig abwechselten, zuletzt Frau Seeger, Herr Dr. Kemmler, Herr Zirngibl und Herr Weiß. Die Terminabsprache erfolgt in Regie des Pfarramtes. Wesentliche Veränderungen beim Organistendienst traten aus meiner Sicht außer einem Wechsel der Organisten (z.T. krankheitsbedingt) keine auf, kleinere Veränderungen ergaben sich durch die Verlagerung des Hauptgottesdienstes in den Wintermonaten ins Gemeindehaus (ohne Orgel, mit Keyboard) und eine je nach Pfarrer leicht unterschiedliche Auswahl der Lieder. In größeren Abständen kommt es in den Gottesdiensten zur Zusammenarbeit mit dem Kirchenchor und dem Posaunenchor Gönningen, was ich als schöne Abwechslung und Bereicherung empfinde.
Da ich zwischen den Gottesdienstes aus zeitlichen Gründen kaum Gelegenheit zum Üben und Spielen habe, und es mir deshalb nicht möglich ist, größere (und schwerere) Werke als Vor- und Nachspiele in die Gottesdienste einzubringen, lege ich meinen Schwerpunkt auf die abwechlsungsreiche Gestaltung der (eher kürzeren) Vor- und Nachspiele und der Intonationen und der in Gönningen üblichen Zwischenspiele nach der Predigt.
Die Kirchengemeinde in Gönningen besitzt eine sehr schöne Orgel, auf der das Orgelspielen Spaß macht, die allerdings in den nächsten Monaten auch mit relativ hohen Kosten renoviert werden muß. Aus meiner Sicht bin ich gerne bereit (falls sich aus Sicht der Gemeinde keine gravierenden Veränderungen ergeben), auch in den nächsten Jahren meinen Dienst als Organist in Gönningen gerne und mit Freude weiter zu führen.
(Utz Wagner;
ich bin am 12.März 1955 in Neuenbürg, Dekanat Neuenbürg geboren und dort auch aufgewachsen. Bis zum Ende meiner Schulzeit habe ich in Neuenbürg gewohnt. Anschließend habe ich in Tübingen und Stuttgart Medizin studiert. Seit Anfang 1982 wohne ich zusammen mit meiner Familie in Reutlingen, zuerst im Bereich der Marienkirche, dann im Bereich der Kreuzkirche, jetzt seit 1992 im Bereich der Leonhardskirche. Seit 1989 bin ich Kirchengemeinderat in der Kreuzkirche Reutlingen, seit 1989 außerdem Mitglied der Kirchenbezirkssynode Reutlingen und des Kirchenbezirksausschusses.)
Der Posaunenchor Gönningen wurde im Februar 1925 von Mitgliedern das Jünglingsvereins gegründet.
Struktur des Posaunenchores mit den einzelnen Aufgaben:
- Vorstand: Klaus Weidle: Allgemeine, organisatorische Belange; Zukunftsplanung des Chores; Planung im Team;
- Kassier: Uwe Lipphardt: Verwaltung der Finanzmittel; Planung im Team;
- Schriftführer: Reiner Ganzner: Aufzeichnung der Ereignisse um und über den Chor; Planung im Team
- Chorleitung: Walter Schneider: Eigenständige Gestaltung und Planung der musikalischen Entwicklung des Chores; eigenständige Programmgestaltung für die öffentlichen Auftritte des Chores; Planung im Team.
Chorarbeit: Der Stand der derzeitigen, aktiven Bläser hat sich auf acht verringert. Der größte Abgang in den letzten Jahren war, der Wegzug unserer jüngeren Bläser, aus beruflichen und familiären Gründen. Auch aus gesundheitlichen Gründen sowie ein Todesfall ließ die Zahl der aktiven Bläser stark schwinden. Durch den Wegzug der 20- bis 30jährigen Bläser brach auch die Ausbildung und Schulung das Nachwuchses zusammen. Bei Anfragen in den großen Chören des Reutlinger Kirchenbezirkes fand sich noch kein Bläser, der diese Aufgabe übernommen hätte. Zur Zeit suchen wir nach einer Lösung übe einen Musiklehrer oder ähnliches.
Aufgaben das Posaunenchores: Mitgestaltung von Gottesdiensten in unterschiedlichster Form; Teilnahme an Veranstaltungen auf Bezirksebene und am Landesposaunentag. Eine wichtige Aufgabe sind Geburtstagsständchen bei 80- und 90-jährigen Gemeindegliedern, was den Jubilaren und den Familienangehörigen stets eine große Freude bereitet.
Die Chorprobe findet mittwochs von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr im Gemeindehaus statt.
Zukunft des Chores: Die Zukunft des Chores liegt in dem Aufbau einer Jungbläsergruppe, die von einem jüngeren, fachlich qualifizierten Ausbilder geleitet wird. Eine Briefaktion an die acht- bis zwölfjährige Jugendlichen ist angesprochen und geplant. Über die finanziellen Belange einer Ausbildungskraft für die Jungbläser muß von Fall zu Fall entschieden werden.
(Walter Schneider)
In erster Linie singen wir im Gottesdienst, zwar nicht in jedem, aber regelmäßig. Wir sehen es als Auftrag an, im Gottesdienst das Wort musikalisch zu verkündigen. Außerdem möchten wir das Kulturgut Kirchenmusik lebendig erhalten, pflegen und nahebringen. Und das nicht nur mit sogenannter "alter, klassischer" Kirchenmusik; auch die neuzeitliche und in der Gegenwart entstandene Kirchenmusik ist es wert, vorgestellt, nähergebracht und verständlich gemacht zu werden. Das neue Evangelische Gesangbuch bietet dazu viele Möglichkeiten.
Mit der Vorbereitung und Ausführung des Chordienstes zu sonntäglich Gottesdiensten und jährlichen Konzertaufführungen ist die Arbeit des Chors jedoch nicht erschöpft. Wir singen bei mancherlei geselligen Anlässen auch weltliche Chorliteratur. Einmal im Jahr treffen wir uns auswärts zu einem Probenwochenende. Dabei genießen wir in der probenfreien Zeit die "selbstgestrickten" Aktivitäten, die der eine und die andere in den Koffer gepackt und mitgebracht haben, und vor allem genießen wir die freundlich dargebotenen gastronomischen Dienstleistungen, überhaupt das ganze Ambiente am "Arbeitsplatz" und drum herum. Probenfrei ist die Zeit der Schulferien. Zum letzten Probenabend vor den großen Ferien bestellen wir uns eine trockene und laue Sommernacht, atmen tief auf und feiern im Garten einer Chorschwester oder unterm Dach bei einem Chorbruder wenn sich die Sommernacht nicht wie bestellt präsentiert. Doch egal ob Probenarbeit, Aufführung oder geselliges Beisammensein, immer ist damit ein gemeinschaftsbildendes Erlebnis verbunden.
Gegenwärtig steht auf dem Probenprogramm eine Messe von J. G. Rheinberger (1839-1901). Mancher wird sich fragen, wie ein evangelischer Kirchenchor eine katholische Messe singen kann. Wir haben damit keine Probleme. Wir möchten auch andere Glaubensrichtungen verstehen und sind dem ökumenischen Gedanken gegenüber aufgeschlossen.
Erna Kautter leitete den Chor 33 Jahre; sie hat ihn 1967 nach einer kurzen Unterbrechungszeit übernommen. Neue Chorleiterin ist Katrin Seeger, seit dem Jahr 2000. Wenn er vollzählig ist, besteht der Chor aus 32 Sängerinnen und Sängern - 22 Frauen- und 10 Männerstimmen.
(Eckhart Liebmann;
Chorrat; zit. nach einem Gemeindebriefartikel 1997)
Eine Fülle von Konzerten nicht nur, aber auch kirchenmusikalischer Ausrichtung gibt immer wieder Gönningern und auswärtigen Gästen die Gelegenheit, die Kirche zu besuchen und sich an deren hervorragender Akustik zu freuen (das Gebäude wird regelmäßig für CD-Produktionen vermietet). Dabei spannt sich der Bogen von klassischer Kirchenmusik über Liedermacher-Abende bis zu szenischen Abenden. Die Resonanz ist sehr unterschiedlich, die Besucherzahlen scheinen sich allerdings positiv zu stabilisieren. In der Regel ist die Nachfrage von der Seite der Aufführenden so groß, daß wir mittlerweile die Kirche vermieten und die Veranstaltung dann logistisch unterstützen (gegen einen geringen Unkostenbeitrag).
Besonders wichtig sind uns natürlich Konzerte oder Geistliche Abendmusiken unserer kirchengemeindlichen Chöre oder der ortsansässigen Vereine.
Regelmäßig sind wir in den Reutlinger Orgelsommer eingebunden, da die Engelfried-Rensch-Orgel von 1844 ein romantisches Kleinod und von herausragender Qualität ist; sie bedarf in nächster Zukunft einer Reinigung und Renovation, für die etwa DM 70.000 veranschlagt sind; aus Rücklagen bringen wir DM 50.000 auf, der noch aufzubringende Betrag ist im ersten Monat der Spendenwerbung (u. a. durch den erfolgreichen Osterbasar) bereits auf zwei Drittel geschrumpft.
Der Gönninger Kirchenchor existiert seit 1967 (Neugründung nach einem Vorgängerchor). Mit dem Angebot werden Gemeindeglieder erreicht, insbesondere "Singbegeisterte".
Veränderungen: Seit 1991 hat der Kirchenchor einen Chorrat mit derzeit drei Mitgliedern. Im Mai 2000 wurde der Chor von mir als neuer Leiterin übernommen.
Ziele und Wünsche sind eine Verstärkung des Chores und vor allem Werbung jüngerer Sänger/innen.
Über mich selbst gibt es noch zu sagen, dass ich noch relativ neu in der Gemeinde bin (eben seit Mai 2000) und mich in Gönningen sehr wohl fühle. Meine Aufgaben sind die Leitung des Kirchenchores, die Durchführung von Kinderchorprojekten auf Honorarbasis und gelegentliche Orgeldienste.
(Katrin Seeger;
23 Jahre)
Gründung
des Chores war Ende 1990. Er hat derzeit ca. 40 Mitglieder, die sich alle mit Freude der Gospelmusik widmen.Die Gruppe besteht seit 1995, in den ersten zwei, drei Jahren als Gitarrenkurs, in denen die Grundkenntnisse vermittelt wurden, jetzt als Gitarrenkreis, der sich trifft, um in Übung zu bleiben, da die wenigsten im Alltag dazu kommen.
In der Regel bereite ich mich auf den Abend vor, Einzelne bringen Anregungen für Neues mit. Während zuerst Mitarbeiter der Kindergruppen erreicht werden sollten (wurde im Kurs davor möglich), sind es jetzt auch Frauen, die der Kirchengemeinde fern stehen und durch das Spielen im Gottesdienst und den Kontakt zu den Christen die Distanz verlieren können.
Der Versuch, durch eine Anzeige im Gemeindebrief neue Mitglieder dazuzubekommen, blieb leider erfolglos.
(Adelheid Schönig;
37 Jahre, seit gut sieben Jahren Mitarbeiterin in der Gemeinde)
In diesem Jahr war die christliche Bühne "Die Boten" in der Gemeinde zu Gast; die Erfahrung wurde bestätigt, daß sich in Gönningen Evangelisationen im klassischen Sinn kaum effektiv durchführen lassen. Der Anschluß an die Region Steinlach-Wiesatz, die vor einigen Jahren das Projekt "neu anfangen" durchführte, wurde abgelehnt.
Evangelisation im weiteren Sinne geschieht vor allem in Formen der Erwachsenenbildung. In den letzten Jahren gab es zweimal einen Glaubensgrundkurs ("Christ werden Christ bleiben"), getragen und initiiert durch die Hauskreise. Es entwickelte sich jeweils mittel- bzw. unmittelbar ein weiterer Hauskreis bzw. ein Gesprächskreis. In nachbarschaftlicher Zusammenarbeit mit Ohmenhausen wird z. Z. erstmals ein Kurs "Religionsunterricht für Erwachsene" durchgeführt.
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Termin: |
1 x jährlich im Monat Juni oder September |
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Anlass: |
Ist der Bedarf an geselligem Beisammensein möglichst vieler Gemeindeglieder |
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Helfer: |
Sind viele, fleißige Helfer (Anzahl zwischen 50 und 100) in und um die Küche, dort wo es Getränke gibt, in diversen Spielecken, im Internetcafe, |